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a.Box Handbuch

Stand: 30.06.2023

Bestimmungsgemäßer Gebrauch

Die a.Box ist als Bordrechner für den Einsatz in Kraftfahrzeugen und Bahnfahrzeugen konzipiert und entworfen. Als Versorgungsspannung dient das 24V Bordnetz vom Fahrzeug.

Anschluss von Peripheriegeräten

Es dürfen nur vom Hersteller freigegebene Peripheriegeräte an den Spannungsausgängen der a.Box angeschlossen werden. Dabei muss die Spezifikation der Spannungsausgänge eingehalten werden.

Betriebsbedingungen

Parameter Bedingung
Nennspannung 24V
Versorgungsspannung max. 30V
Leistungsaufnahme ohne Peripherie 10W
Maximalstrom M,S 0,5A
Maximalstrom VP+ 2A
Maximalstrom VD+ 0.1A
Maximalspannung DI 50V
Maximalstrom DO 0.5A
Maximalspannung DO 50V
Betriebstemperatur Umgebung -25°C - +55°C

Datenblatt

202007_aboxdatenblatt.pdf

Abmessungen

Inbetriebnahme

Anschlussbelegung


Connector P
Pin Nummer Bezeichnung Funktion Bemerkung
1 VSupply+ Versorgungsspannung + 24V
2 VSupply- Versorgungsspannung -
3 VP+ Versorgungsspannung für externes Gerät + Maximalstrom: 2A (mit Schmelzsicherung geschützt), Verwendung bei AFZ für maximal 4 Zählsensoren
4 GND Masse für externes Gerät


Connector V
Pin Nummer Bezeichnung Funktion Bemerkung
1 O1 Open Drain Ausgang
2 GND Masse
3 IGN- Zündungssignal -
4 I5- Eingang 5 - Reset Funktion (Signal für mehrere Sekunden)
5 IGN+ Zündungssignal +
6 I5+ Eingang 5 + Reset Funktion (Signal für mehrere Sekunden)
7 VD- Hilfsspannung Türkontakt -
8 I1- Eingang 1 -
9 VD+ Hilfsspannung Türkontakt +
10 I1+ Eingang 1 +
11 VD- Hilfsspannung Türkontakt -
12 I2- Eingang 2 -
13 VD+ Hilfsspannung Türkontakt +
14 I2+ Eingang 2 +
15 VD- Hilfsspannung Türkontakt -
16 I3- Eingang 3 -
17 VD+ Hilfsspannung Türkontakt +
18 I3+ Eingang 3 +
19 VD- Hilfsspannung Türkontakt -
20 I4- Eingang 4 -
21 VD+ Hilfsspannung Türkontakt +
22 I4+ Eingang 4 +



Connector C (CAN)
Pin Nummer Bezeichnung Funktion
1 CAN- CAN Busleitung -
2 CAN+ CAN Busleitung +


Connector I (IBIS)
Pin Nummer Bezeichnung Funktion
1 WBSD Senden Daten
2 WBMS Senden Masse
3 WBED Empfangen Daten
4 WBME Empfangen Masse


Connector M
Pin Nummer Bezeichnung Funktion Bemerkung
1 VM+ Versorgungsspannung für externes Gerät + Maximalstrom 0.5A (mit Schmelzsicherung geschützt), Verwendung für externes Modem
2 GND Masse für externes Gerät


Connector S
Pin Nummer Bezeichnung Funktion Bemerkung
1 VS+ Versorgungsspannung für externes Gerät + Maximalstrom 0.5A (mit Schmelzsicherung geschützt), Verwendung bei AFZ für Ethernet Switch
2 GND Masse für externes Gerät

Inbetriebnahme a.Box

a.Box Inbetriebnahme

Inbetriebnahme MC100

MC100 Inbetriebnahme

Inbetriebnahme MP70

MP70 Inbetriebnahme

Inbetriebnahme externer Switch

externer Switch Inbetriebnahme

Inbetriebnahme Sensor

Sensor Inbetriebnahme

Funktionsbeschreibung

Funktionsbeschreibung

Basiskonfiguration

Alle zum Betrieb benötigten Einstellungen lädt die a.Box von einem zentralen Server. Die Verbindungseinstellungen, mit welchen sich die a.Box mit dem zentralen Server verbinden kann müssen für die initiale Inbetriebnahme einmal per Konfigurations USB Stick auf die a.Box geladen werden. Am USB Stick befindet sich ein Installationspaket mit den entsprechenden Einstellungen.

Ab der Image Version 1.3.5 sind nun alle System Konfigurationen in eigene Konfigurationsdateien ausgelagert. Das sind jene Einstellungen, welche initial einmal zu Projektstart abgestimmt und programmiert werden. Dabei geht es beispielsweise um Verbindungsparameter für die Datenverbindung oder Parameter für die IP Infrastruktur.

Installationspaket

Ein beispielhaftes Installationspaket kann bei Bedarf bei embPRO angefordert werden.
Hierzu ersuchen wir um Kontaktaufnahme.

Folgende Dateien im Archiv müssen entsprechend angepasst werden:

\basic_config\config\emb-chat

Nur benötigt, wenn die Datenverbindung über das PHS8 Modem aufgebaut wird.

Einstellung Beschreibung Beispiel
APN_SETTING APN der SIM Karte ersetzen A1.net

\basic_config\config\chap-secrets

Nur benötigt, wenn die Datenverbindung über das PHS8 Modem aufgebaut wird.

Einstellung Beschreibung Beispiel
CHAP_USER Benutzer für die chap Authentifizierung der SIM Karte
CHAP_PASSWORD Passwort für die chap Authentifizierung der SIM Karte

\basic_config\config\startCmux.config

Einstellung Beschreibung Beispiel
PING_ADRESS Adresse zum regelmäßigen Prüfen einer Datenverbindung über das Modem www.embpro.at
AUTH_USER Benutzer für die chap Authentifizierung der SIM Karte
DATA_ENABLED Soll die Datenverbindung über das PHS8 Modem aufgebaut werden? 1/0
MODEM_ENABLED Wir ein Modem verwendet? 1/0
MODEM_TYPE Wird das PHS8 Modem oder ein Router am „M“ Spannungs Port angeschlossen, 1: PHS8 Modem; 2: Router, 3: PLS8 Modem

\basic_config\config\TracyStaticConfig.conf

Einstellung Beschreibung Beispiel
FTPSERVER Adresse vom FTP Server für Dateiübertragungen ftp.embpro.at
FTPUSER Benutzer für den Zugriff auf den FTP Server Benutzername
FTPPASSWORD Passwort für den Zugriff auf den FTP Server Passwort
CONTROLCENTER_ID Zeichenkette, welche zu den Rohdaten in der Datenbank mit abgelegt wird um verschiedene Mandanten unterscheiden zu können. Ab v1.3.6.2 wird dieser Wert dynamisch vom Server geladen und ist beim Mandanten hinterlegt. a.Box_embPRO
SERVERADRESS Adresse zum Webservice des zentralen Servers https://abox.embpro.at

\basic_config\config\start.config

Einstellung Beschreibung Beispiel
ETH_IP IP Adresse, welche für die Ethernet Schnittstelle der a.Box eingestellt werden soll. 192.168.10.1
ETH_NETMASK Netzwerkmaske, welche für die Ethernet Schnittstelle der a.Box eingestellt werden soll. 255.255.255.0
INTERNET_OVER_ETH Gibt an, ob die Datenverbindung über die Ethernet Schnittstelle oder über ein per RS232 angeschlossenes Modem geführt wird. 0/1
ETH_GATEWAY Wenn die Datenverbindung über die Ethernet Schnittstelle aufgebaut wird, wird hier die Adresse des Gateways eingetragen, 192.168.10.10
ETH_DNS Wenn die Datenverbindung über die Ethernet Schnittstelle aufgebaut wird, wird hier die Adresse des DNS Servers eingetragen. 192.168.10.10
SET_IP_ADDRESS Gibt an, ob beim Systemstart eine fixe IP Adresse vergeben werden soll. 0/1

IP Adresse per DHCP

Standardmäßig ist der DHCP Client auf der a.Box deaktiviert. Soll die IP Adresse per DHCP vergeben werden, wird das „install.sh“ Script im default Unterordner mit dem „$2“ Parameter „1“ aufgerufen. z.B. „/default/install.sh 1 1“. Für die Fahrgastzählung gibt es dazu im „tracy“ Unterordner bereits ein Vorgefertigtes „install_dhcp.sh“ Script. Soll dieses verwendet werden, muss es lediglich in „install.sh“ umbenannt werden.

\basic_config\config\timesync.config

Einstellung Beschreibung Beispiel
NTP_SERVER Hier wird die Adresse des Zeitservers angegeben, welcher für die Zeitsynchronisation verwendet werden soll. pool.ntp.org

\basic_config\config\transmitip.config

Einstellung Beschreibung Beispiel
FTPSERVER Adresse des FTP Servers, welcher für die Übertragung der IP Adresse bei einer Fehlfunktion der Zählsoftware verwendet wird. ftp.embpro.at
FTPUSER Benutzername für den FTP Zugriff. USER
FTPPASSWORD Passwort für den FTP Zugriff. PASSWORD

\basic_config\config\watchdog.config

Einstellung Beschreibung Beispiel
SENSOR1_IP, SENSOR2_IP, SENSOR3_IP IP Adressen von Geräten im internen Netz, welche überprüft werden sollen. 192.168.10.15, 192.168.10.16, 192.168.10.17
SENSOR_TIMEOUT Der Watchdog prüft per Ping ständig die Verbindung zu den angegebenen Geräten. Ist nach der angegebenen Zeit in Sekunden keine Verbindung zu einem der Sensoren möglich, erfolgt ein Neustart. 600
INTERNET_IP Adresse eines Endpunktes im Internet für die Überprüfung der aufrechten Datenverbindung. Wird sinnvollerweise auf die Server Adresse gesetzt. www.embpro.at
INTERNET_TIMEOUT Der Watchdog prüft per Ping ständig die Verbindung zu dem angegebenen Internet Endpunkt. Ist nach der angegebenen Zeit in Sekunden keine Verbindung möglich, erfolgt ein Neustart. 3600
Spezielle Konfigurationen

In den Konfigurationsdateien gibt es außer den angeführten Parametern viele weitere Parameter. Diese weiteren Parameter dürfen nur nach Rücksprache mit embPRO verändert werden. Diese sind speziellen Anwendungsfällen vorbehalten.

Archiv erstellen

Beim Installationspaket handelt sich um ein normales .tar Archiv. Ein .tar Archiv kann beispielsweise mit 7-Zip (Link) entpackt und gepackt werden. Nach dem Installieren sind folgende Optionen möglich:

Entpacken eines Archivs

Um ein Archiv zu entpacken wird ein Rechtsklick auf die Datei ausgeführt. Hier gibt es folgenden Menüpunkt: 7-Zip → Extract here. Darauf ist im aktuellen Order der Inhalt des Archivs verfügbar.

Packen eines Archivs

Nach dem Anpassen des entpackten Archivinhalts kann das Archiv folgendermaßen erstellt werden: Rechtsklick auf den „packages“ Ordner. Menüpunkt: 7-Zip → Add to archive. Als Archivbezeichnung wird „packages.tar“ gewählt. Für das Archive Format wird „Store“ eingestellt. Mit „OK“ wird das Archiv erstellt. Darauf wird die „packages.tar“ Datei erzeugt. Diese Datei wird zum Programmieren der Einstellungen verwendet.

Übertragung auf die a.Box

Zur Übertragung auf die a.Box muss die a.Box in Betrieb genommen werden. Sobald die a.Box durch LED 1 den betriebsbereiten Zustand signalisiert, wird der Konfigurations USB Stick an einen der USB Ports gesteckt. Die a.Box lädt im Anschluss automatisch die neue Konfiguration und startet neu. Der Neustart ist ersichtlich durch das Erlöschen beider LEDs. Nach dem Neustart ist die neue Konfiguration aktiv.

a.Box Web Interface

Auf der a.Box ist ein Web Interface verfügbar. Dieses kann über die IP Adresse der a.Box über den Port 8081 aufgerufen werden. In der Standardkonfiguration wäre das: http://192.168.10.1:8081.

Tab Device parameter

In diesem Tab werden aktuelle Messwerte vom Gerät gezeigt. Das betrifft zum Beispiel: Prozessortemperatur, Zustand der digitalen Eingänge, Speicher Verlauf, …

a.Box Manager

a.Box Manager

Firmwareversionen

1.3.1/13

1.3.2/14

1.3.3/15

1.3.4/16

1.3.5/17

1.3.6/18

1.3.7/19

1.3.8/20

1.3.9/21

1.4.1/22

1.4.2/23

Ab 1.8.0/27

Siehe: a.Box.2.print Firmwareversionen

Image Versionen

1.3.1

1.3.2

1.3.3

1.3.4

1.3.5

1.3.6

1.3.6.ethdev

1.3.7

1.3.8

1.4.0

1.4.1

1.4.2

Warnhinweise

  1. Die Spannungsausgänge nur bis zum angegebenen Maximalstrom belasten.
  2. Den digitalen Ausgang nur bis zum maximal angegebenen Strom belasten.
  3. An den Spannungsausgängen nur die vom Hersteller freigegebenen Geräte betreiben.
  4. Das Gerät nur im zulässigen Spannungsbereich betreiben.
  5. Das Gerät nur im angegebenen Betriebstemperaturbereich betreiben.

FAQ

Datenverbrauch

Das benötigte Datenvolumen ist abhängig von der Konfiguration und beträgt zwischen 1MB und 4MB je Betriebsstunde. Beeinflusst wird das Datenvolumen von den Log, Device Parameter sowie Position Aufzeichnungseinstellungen.